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Die Dechenhöhle erstrahlt in neuem Glanz!

Die Dechenhöhle in Iserlohn zählt zu den schönsten und meistbesuchten Tropfsteinhöhlen Deutschlands. Seit 1868 finden hier Führungen statt und über 14 Millionen Gäste aus aller Welt haben seitdem die Tropfsteinpracht im „unterirdischen Zauberreich des Sauerlandes“ erlebt. Bereits 1890 erhielt die Dechenhöhle als eine der weltweit ersten Höhlen eine elektrische Beleuchtung und war damit auch eine der modernsten Schauhöhlen. 125 Jahre später erstrahlt die Dechenhöhle wieder als eine der ersten Tropfsteinhöhlen des Landes dank einer technisch ausgefeilten modernen Lichtanlage auf LED-Basis. Selbst langjährige Höhlenkenner erleben die Dechenhöhle nun völlig neu: Die Höhle erscheint viel größer und noch tropfsteinreicher. Viele einst dunkle Nischen sind nun aus der Schattenwelt aufgetaucht und auch die bekannten „Highlights“ wie Palme, Baumkuchen oder Orgel sind kaum wiederzuerkennen.
Der Förderverein Dechenhöhle und Höhlenkundemuseum e.V. hat das Lichtprojekt mit maßgeblicher finanzieller Unterstützung der NRW-Stiftung „Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege“ und der Eigentümergesellschaft Mark-Sauerland-Touristik GmbH realisiert. Die Arbeiten wurden durch die weltweit tätige Firma „GermTec- Cave-Lightning“ aus dem hessischen Herborn durchgeführt. Das Projekt steht im Zusammenhang mit der Regionale2013-Maßnahme „Sauerland Höhlen“.

Höhlenlichter 2015

Es ist wieder soweit, wo sonst, als in der dunklen Welt einer der schönsten Tropfsteinhöhlen Deutschlands, der Iserlohner Dechenhöhle, lässt sich mit Licht eine farbige Märchenwelt schaffen. Die faszinierend-fantastischen Stalaktiten und Stalagmiten verschmelzen mit der Lichtkunst Wolfgang Flammersfelds zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk. Die Naturkunst der Steine, Farbe und Licht, Projektionen und Soundeffekte ergeben eine zauberhafte Stimmung mitten im Berg der Sonderhorst, eine Traumwelt und doch ganz real.

Das sind die Höhlenlichter 2015, die bereits seit 2011 durchgeführt werden.

Weitere Informationen zum Event finden Sie hier

Polizei sucht Zeugen

304962-preview-pressemitteilung-kreispolizeibehoerde-maerkischer-kreis-pol-mk-polizei-sucht-zeugenAm Montag, 24.11.2014, in der Zeit von 07:24 Uhr – 08:10 Uhr kam es zu einem – bislang ungeklärtem – Vorfall in Iserlohn Oestrich/Grürmannsheide. Eine 12 Jährige verlässt mit einer grauen Karojacke mit Fellbesatz und ihrem grauen Schulrucksack gegen 07:24 Uhr ihre Wohnanschrift in der Breddestraße und wird gegen 08:10 Uhr an einem Feldweg, der oberhalb  der Grürmannsheider Straße 56 abzweigt, von einer Zeugin aufgefunden und zur Polizeiwache Letmathe gebracht. Das unverletzte Mädchen gibt an, an der Voedkestraße, in Höhe der dortigen Kirche, von einem über 40 Jahre alten, 180 cm großen dickbäuchigen Mann mit grauen Hagen und Vollbart angesprochen worden zu sein und dann möglicherweise in einen dunklen Kleinwagen gezogen worden zu sein. Danach könne sie sich bis zum Auffinden an nichts mehr erinnern.
304963-preview-pressemitteilung-kreispolizeibehoerde-maerkischer-kreis-pol-mk-polizei-sucht-zeugen Lt. einer Zeugin soll gegen 07:47 Uhr ein bislang unbekanntes Kind an der Haltestelle „Hahnenknipp“ an der Grürmannsheider Straße gestanden haben, welches ebenfalls eine dunkle Karojacke mit Fellbesatz getragen hat. Durch die bisherigen intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei konnte der Sachverhalt nicht weiter konkretisiert werden. Insbesondere konnten bislang keine weiteren Hinweise zum möglichen Täter oder Fahrzeug erlangt werden. Die Polizei in Iserlohn (Tel.: 9199-0) fragt nun: Wer hat das Mädchen auf seinem Weg im beschriebenen Bereich wahrgenommen? Wem ist in diesem Zusammenhang im Bereich Vodekestraße bis Oestrich/Grürmannsheider Straße ein dunkler Kleinwagen mit dem oben beschriebenen Mann und möglicherweise einem Kind aufgefallen?

Anlage: Fotos der Oberbekleidung und des mitgeführten Rucksacks

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis
Pressestelle Polizei Märkischer Kreis
Telefon: +49 (02371) 9199-1220 oder 1221
E-Mail: pressestelle.maerkischer-kreis@polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/maerkischer-kreis

Oestrich

Blick auf den Ortskern von Oestrich
Blick auf den Ortskern von Oestrich
Blick auf Oestrich vom Burgberg
Blick auf Oestrich vom Burgberg

Oestrich ist mit seinem schönen Ortskern mit vielen restaurierten Häusern einer der sehenswertesten Ortsteile von Iserlohn. Dies spiegelt sich auch in einer Silberplakette beim 24. Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wieder.

Höchster Berg Oestrichs ist mit 224 Metern der Burgberg. Auf dem Burgberg selbst findet sich eine Wallanlage, die auf das 8. Jahrhundert geschätzt wird.

Funde am Burgberg und unterhalb des Felsens Pater und Nonne lassen darauf schließen, dass im Gebiet rund um Oestrich schon vor über 40000 Jahren Menschen wohnten.

Geschichtliches

Historische Abbildung von Letmathe Oestrich
Historische Abbildung von Letmathe Oestrich

In der „Großen Vogteirolle“ über das Stift Essen des Grafen von Isenberg-Altena wurde Oestrich erstmals erwähnt als „Cometia Osteric“ (Freigericht Oestrich). Diese Schrift ist datiert auf den Zeitraum 1220–1250 n. Chr.

An verkehrsgünstiger Stelle gelegen, nahe dem Kreuzungspunkt zweier Reichswege, blühte das kleine Bauerndorf wohl auf, wurde aber auch immer wieder durch Kriegseinflüsse und Krankheiten stark zurückgeworfen. Im Dreißigjährigen Krieg überlebten nur sieben Einwohner eine Pestepidemie im Jahre 1636 und pflanzten einer Legende nach zum Dank sieben Linden am Eingang zum Friedhof „Am Lindenplatz“.

bis 1808 gehörte Oestrich zur Grafschaft Limburg.

1815 wurde die Gemeinde Oestrich mit den Nachbargemeinden Letmathe, Elsey, Limburg und Reh zum Amt Limburg zusammengeschlossen.

1868 wurde beim Bau der Bahnstrecke Letmathe–Fröndenberg im Grüner Tal die Dechenhöhle entdeckt.

1903, als die Gemeinden Limburg und Elsey zur Stadtgemeinde Hohenlimburg zusammengeschlossen wurden, bildete Oestrich mit Letmathe zusammen das Amt Letmathe-Oestrich.

1921 trennten sich die beiden Gemeinden und Oestrich bildete mit der Gemeinde Lössel (aus dem Amt Hemer) das Amt Oestrich.

1. Oktober 1956 vereinigte sich das Amt Oestrich mit dem inzwischen zur Stadt ernannten Letmathe zur neuen Stadt Letmathe. Dabei mussten bedeutende Teile der Gemeinde Oestrich an die Stadt Iserlohn abgetreten werden (Gerlingsen, Hombruch, Iserlohner Heide, Barendorfer Bruch).

1. Januar 1975  Eingemeindung von Letmathe mit Oestrich nach Iserlohn

Quelle: wikipedia.de

Blick vom Burgberg:

Wissenswertes über Dröschede

Dröschede gehörte als Stadteil zu Letmathe, mittlerweile ist es ein Stadtteil von Iserlohn. Die erste urkundliche Erwähnung gab es im Jahre 1335 als Druyssche ab den Jahre1800 bildete sich der Name Dröschede heraus. Die Namensherkunft wird mit dröge schede (trockene Scheide) erklärt, da die Dröschederhardt die Wasserscheide zwischen Ruhr und Lenne bildet.[1]

 

Panoramabild Dröschede:

Panorma Dröschede

Wer das Panorama in der vollen Auflösung sehen möchte, klickt bitte auf das Bild. Aber Achtung, es ist fast 4 MB groß.

[1] Quelle: wikipedia.de

Historie

Hier erhalten Sie einen kurzen Überblick über die Historie Letmathes: Wappen von Letmathe

um 980 Genna wird als Gendena urkundlich erwähnt

um 1030 Erste urkundliche Erwähnung Letmathes als Lettnetti

1335 Dröschede wird als Drysche erwähnt

1448 Lössel wird als Lurxel urkundlich erwähnt

1606 Johann von Brabeck baut das Haus Letmathe

um 1850 Abbau des Massenkalkgebirges

1863 Letmathe wird Station der Ruhr-Sieg-Eisenbahn

1903 Die Ämter Letmathe und Oestrich (mit Lössel) bilden die Verwaltungsgemeinschaft Letmathe/Oestrich

1914-1917 Bau der Kilianskirche

1935 Letmathe wird Stadt

1956 Letmathe und das Amt Oestrich werden zur Stadt Letmathe vereinigt

1975 Letmathe wird eingemeindet

 

Die Amerikaner sind da

Zeitenwende / Wendezeit Lössel am 16. April 1945, die Amerikaner sind da von Otto Winner

Man kann nicht gerade sagen, daß das Lössel der vierziger Jahre ein quierliger Ort gewesen sei, nein, es ging sehr geruhsam zu. Schließlich war ja auch Krieg.

So recht munter wurde es im Dorf erst, als das Kriegsende nahte. Die Amerikaner hatten den Ruhrkessel gebildet und darin lag auch Lössel.Lössel 1945

Daß der Kessel immer enger gezogen wurde, merkte man daran, daß immer mehr Fahrzeuge, besetzt mit Soldaten, den Weg ins Dorf fanden. Auch an den Wegen rundherum und in den Wäldern standen sie.  Alle möglichen Einheiten hatten sich mittlerweile versammelt.

Es war schon fast Sommer im April 1945, die Sonne brannte unbarmherzig vom Himmel und die Soldaten begannen ihre Mäntel und andere wärmende Uniformteile wegzuwerfen. Wenn sie geahnt hätten, welches Wetter und welches schlammige Elend später als Gefangene auf den Rheinwiesen auf sie zukamen, hätten sie bestimmt lieber weitergeschwitzt.

Im Dorf selbst war ein unentwegtes Hin- und Herlaufen, wahrscheinlich auch bedingt durch die Ungewißheit. Was mag jetzt kommen?

Mir fiel immer wieder ein Hauptmann der Luftwaffe auf. Das auch schon deshalb, weil er im Gegensatz zu allen anderen eine Khaki-Jacke, also die Uniform des Afrika-Corps trug. Ausgezeichnet war er mit dem EK I., und darüber trug er das Goldene Parteiabzeichen, das sogenannte „Kuhauge“. Er war also ein „Alter Kämpfer“, eines der ersten 100.000 Parteimitglieder, und gehörte offenbar zum Stab des Chefs der Flakdivision (Flak = FlugzeugAbwehrKanone), der sich aus Dortmund nach Lössel verkrümelt hatte.

Lössel 1945-2Am 16. April war es dann soweit: die Amis rückten in Lössel ein, so um die Mittagszeit. Meine Mutter schickte mich noch eilig ins Dorf: in Wessels Laden gäbe es noch was. Als ich aus der Quiete kommend, auf die Lösseler Straße einbog, kam da von unten ein amerikanischer Soldat, er gehörte offenbar zu den Soldaten, die die Häuser nach versteckten deutschen Soldaten überprüft hatten. Er sprach mich auf deutsch an und wir unterhielten uns bis zum Eingang des Friedhofs. Dann peitschte ein Schuß und der Soldat hob sein Gewehr und warf sich am Rande der angrenzenden Wiese in Deckung; es blieb jedoch alles ruhig. Später hörte man dann, daß sich beim Zerschlagen eines deutschen Gewehres durch einen US-Soldaten dieser sich einen Bauchschuß zugezogen hatte.

Bei den Amerikanern herrschte wegen des Schusses helle Aufregung.  Sie hatten, wie auch in den folgenden Wochen immer wieder feststellbar, unwahrscheinlich Angst vor dem „Werwolf“, jener Nazi-Partisanengruppe, von der Goebbels immer wieder schwadroniert hatte. Verständlich war es allerdings, hatten diese doch den von der Besatzung in Aachen eingesetzten Bürgermeister überfallen und erschossen.

Ich zog allein die 100 m weiter ins Dorf. Am Anfang des Dorfes, bei „Schuster Ditz“, fütterten amerikanische Soldaten von ihren Autos herunter Lösseler Kinder mit Süßigkeiten. Ich stand neben einer Gruppe deutscher Soldaten, die sich gerade erzählten, daß die deutschen Parlamentäre, die die Unverfrorenheit (oder war es Dummheit?) besessen hatten, mit einem amerikanischen Beuteauto, einem Jeep, mit weißer Flagge von Lössel nach Letmathe zu Übergabeverhandlungen zu fahren, dort in Schwierigkeiten mit amerikanischen Soldaten gekommen seien. Diese hätte ihnen den erbeuteten Jeep wegnehmen wollen, was aber US-Offiziere verhindert hätten.

KapitulationIch hatte mich vormittags schon gewundert, denn hatte ich doch ein Fahrzeug mir unbekannten Typs mit wehender weißer Flagge die Straße hinunterfahren sehen. Nun kannte ich den Zusammenhang. Übrigens hatte ich draußen gerade den Siegern möglicherweise verfängliche Bücher verbrannt. Doch die interessierten sie garnicht, wie ich dann erfuhr. Sie schauten in den Häusern nur nach wehrtüchtigen Männern. Und natürlich hatten wir auch das Bild unseres „heißgeliebten Führers“ von der Wand genommen, das ja für jede deutsche Wohnung obligatorisch war. Wir hatten ihn mal „aufgehängt“, um der Wiederholung  unliebsamer Fragen aus dem Weg zu gehen; nichts taten wir nun lieber als das.

Den Jeep übrigens konnte man später noch jahrelang ausgebrannt an einer Straßenkurve im Oberdorf  liegen sehen; nach der Rückkehr hatte man ihn in Brand gesetzt, getreu dem Motto „Rache ist süß“. Der Krieg war mit dieser Tat aber dann doch wohl nicht mehr zu gewinnen.

Bei Wessels war für mich nichts mehr zu holen; die Amis gingen da ein und aus, aber auf dem Platz beim Gasthof Breuker war eine Menschenmenge. Ich also hin! US-Kameraleute waren versammelt und hantierten mit Beleuchtungslampen. Der Flak-Kommandeur, Herr Generalmajor Römer wurde standesgemäß in Gefangenschaft geführt. Amerikaner und Deutsche schauten zu.

Der Lösseler Willi Echtermann übrigens, der in USA in Gefangenschaft war, erzählte mir später, daß er in Arizona im Gefangenenlager diese Aufnahmen aus seiner Heimat gesehen hätte.

Und da war auch wieder der Hauptmann mit der Khaki-Jacke. Auch er schaute den Filmaufnahmen zu. Aber was sahen meine Augen? Das EK I. war an seinem angestammten Platz; das „Kuhauge“ jedoch war verschwunden!

Der „Alte Kämpfer“ hatte begriffen, daß die Zeit für diesen „Orden“ abgelaufen war!

 

In meinem Gedächtnis gekramt….

Die Zeit nach dem Einmarsch der Amerikaner am 16. April 1945 war für mich schon aufregend und interessant.
Die Soldaten der Wehrmacht aus allen möglichen Truppenteilen hatten zuletzt ja alles weggeworfen oder zerstört. Auch hatten sie ihre beladenen Autos verlassen, um die sich nun die Einheimischen kümmerten. Ich stand z.B. am Vorabend des Einzugs der Amis in einem LKW, in dem sich Kisten mit Dosenfleisch befanden. Die beförderte ich nun nach draußen und es fand sich für jede ein Abnehmer und wenn nicht ein guter Freund aufgepaßt hätte, wäre ich anschließend ohne Kiste nach Hause gegangen. Diese Kisten wurden natürlich dank der deutschen Propaganda sofort im Garten vergraben, weil man ja glaubte, die Amis würden sie einem sofort wegnehmen. Natürlich interessierten die sich aber überhaupt nicht dafür.

Wir, mein Freund Rudolf Schüngel und ich, waren April/Mai fast jeden Tag in den Wäldern rund um Lössel und darüber hinaus bis fast zum Wixberg unterwegs. In den Wäldern oberhalb des Dorfes fanden wir ca. 15-20 fabrikneue 3-to-Ford-Lastwagen mit Allradantrieb, die zur Organisation Todt, einer Hilfseinheit der Wehrmacht gehörten. Sie hatten lediglich ca.340-350 km auf dem Tacho und waren fahrbereit. Andere Militärautos waren total demoliert. Was wir besonders suchten, waren deutsche Armeepistolen der Typen P 08 und P 38. Dafür hatten wir einen besonderen Abnehmer, der auf dem Roden bei den dortigen Amerikanern stationiert war und einen großen typischen Dreiachser-LKW der Amis fuhr. Alle paar Tage kam er damit nach Lössel und schaute, ob wir wieder was gefunden hätten. Wir bekamen dann für eine Pistole einige Päckchen Chewing Gum, eine Dose Ananas oder Süßigkeiten. Diese Pistolen waren dann später sicherlich im „Untergrund“ Amerikas zu finden.
Die Amerikaner hatten auf dem Roden die Häuser rund um die Wirtschaft Eckstein (heute „Putte“) besetzt und kontrollierten mit ihren Jeeps von dort aus die Umgebung. Zu diesen Häusern gehörte auch die Villa Breuker, die nach dem Abzug der Amis Anfang Juni von den neuen englischen Besatzern übernommen wurde. Dort war eine englische Einheit mit hohen Offizieren stationiert, die mit großen „Humber“-Kommandowagen in ganz Deutschland die Absturzorte englischer Bomber aufsuchten und über den Verbleib der Besatzungen recherchierten.

Auf dieser Internetseite befindet sich auch der Bericht „Himmelfahrt 1945 auf dem Emberg bei Lössel“ meines Freundes Werner Fleischer. Das was er über das Vierlingsgeschütz auf dem erbeuteten US-Fahrzeug – dort abgebildet – berichtet, ist auch uns – Rudolf Schüngel und mir – passiert. Ich kletterte auf den Wagen, sah am Geschütz eine leuchtende Lampe und drückte darauf. Eine Geschoßgarbe peitschte los und dann zogen wir schnell die Köpfe ein und verzogen uns in Richtung Lössel. Hundert Meter weiter begegneten uns zwei Frauen, die unsere Ballerei wohl mitbekommen hatten und uns nun vorwurfsvoll erklärten, sie würden das sofort den Amerikanern melden. Daraufhin gingen wir dann noch schneller.

Diese Zeit des Herumlaufens dauerte jedoch für mich nicht lange. Ich war bei Heuer-Hammer seit einem Jahr in der Lehre und diese Firma war ja Hauptzulieferer des Bergbaus und der mußte nicht nur im Krieg, sondern auch sofort danach wieder rundlaufen. Nach wenigen Wochen war meine Abenteuerzeit vorbei.

Otto Winner

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Wissenswertes über Letmathe

Ortsteile

Zu Letmathe gehören die Ortsteile Dröschede, Genna, Grüne, Grürmansheide, Lasbeck, Lössel, Oestrich, Pillingsen, Roden, Stenglingsen und Stübbeken.

Wirtschaft

Wichtigste Wirtschaftszweige in Letmathe sind die Metallindustrie, die Metall verarbeitende Industrie und die chemische Industrie.

Städtepartnerschaft

Seit 1966 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen Letmathe und der nordfranzösischen Kleinstadt Auchel.

Wappen

Anlässlich der Verleihung der Stadtrechte im Jahr 1935 übernahm Letmathe das Wappen des im 15. Jahrhundert ausgestorbenen Geschlechtes der Herren von Letmathe als Stadtwappen.Wappen von Letmathe
Der Löwe entspricht dem Löwen der Grafschaft Limburg und gibt die Zugehörigkeit Letmathes zu Limburg an. Der Schachbalken weist auf die Grafen von der Mark hin, die Lehensrechte in Letmathe hatten. Die „Külinge“ sind das Familienzeichen einer Linie der Familie von Letmathe.

Vorwahl

02374

PLZ

58642 (Letmathe, Dröschede, Grürmansheide, Lasbeck, Oestrich, Stenglingsen, Stübbeken)
58644 (Dröschede, Grüne, Lössel, Pillingsen)
58638 (Dröschede)

Einwohnerzahl

gesamt: 26.045        männlich: 12.617    weiblich: 13.428
(Quelle: Stadt Iserlohn – Stand: 31.12.2012)

Einwohnerentwicklung

Jahr Letmathe Oestrich Lössel
1786 664 797
1855 1080 2060
1871 3605 2710 895
1885 4355 3173 907
1900 5575 5208 1174
1925 8303 7441 1224
1944 8489 7128 1216
1946 10691 8485 1441
1955 12790 10051 1869

Letmathe schließt sich am 1.10.1956 mit den Gemeinden Oestrich und Lössel zusammen.

Jahr Letmathe
1960 25548
1965 27204
1968 27307
1971 28836

Letmathe wird am 1.1.1975 nach Iserlohn eingemeindet.