975 Jahre Letmathe St. Kilian   Pater und Nonne   Haus Letmathe   Altes Rathaus  
Sie sind hier: Startseite - Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg - Letmather Bürger erinnern sich
Aktuell
  • Sehenswürdigkeiten
  • Wissenswertes
  • Geographische Lage
  • Stadtplan
  • Iserlohn
  • Bildergalerie

  • Termine
  • Termine anzeigen
  • Termin melden

  • Geschichte
  • Zeittafel
  • Chronik
  • Historische Bilder
  • Historische Landkarten

  • Gästebuch
  • Gästebuch lesen
  • Eintrag ins Gästebuch

  • Impressum

    Letm@the im Internet
    www.letmathe.com

     ist die private Homepage von
    Jens Falkenroth

    [mehr]


    Letmather Bürger erinnern sich an die Zeit von 1930 bis 1945

     



    Auszüge aus dem Buch

     "Letmather Bürger erinnern sich
     an die Zeit von 1930 bis 1945"

    von Alois Grusemann

     

    Die Letmather Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)

    Diese Partei, deren Führung so viel Unheil und Leid über Deutschland und die ganze Welt brachte, wurde in Letmathe erst im September 1930 gegründet. (vgl. Heinrich Brinkmann, S. 63)

    In den Letmathe umgebenden Städten und Ortschaften entstanden die Ortsgruppen schon Mitte der 20er Jahre. Ganz früh wurde in Oestrich die NSDAP gegründet. Unter den ersten 100 Parteimitgliedern des gesamten Reiches befanden sich zwei Oestricher Bürger. (vgl. Trotier St. Kilian Seite 287).

    Einführung und Vereidigung des Gemeinderates Letmathe am 8. Febr. 1935

    Fest steht jedenfalls, dass die Gemeindevertreter in Letmathe durch staatliche Verordnungen recht rücksichtslos an die Macht kamen. Der gesamte Gemeinderat bestand ab Mai 1933 nur noch aus Parteigenossen der NSDAP. Die konnten von nun an schalten und walten, wie sie es wollten. Gesetze und Verordnungen wurden nur noch im Sinne der Partei befolgt. Die politische Vergewaltigung der Bürger nahm ihren Anfang und setzte sich in noch viel grausameren Ereignissen fort.

    Ob diese Ratsmitglieder auch alle Mitglieder der SA waren, konnte ich nicht erfahren. Einer von den braunen Parteivertretern des Rates soll aber zu den Rädelsführern der Nazis gehört haben, die bereits ab 1931 an den Auseinandersetzungen und Schlägereien mit den Kommunisten teilnahmen. So wurde mir mehrfach berichtet.(...)

    Diese braunen Herren, die von Ordnung und Sauberkeit sprachen, waren auch die Vorgänger der heutigen Graffiti-Sprayer. Sie beschmierten schon im Jahre 1932 die Einfassungsmauer des Kiliansdomes mit Hakenkreuzen. So hat Pfarrer Heimann jedenfalls in der damaligen Kirchenzeitung berichtet.(...)

    (...) Am 1.7.1933 beschlagnahmte die Polizei das Eigentum mehrerer kirchlicher Vereine. Am Nachmittag des gleichen Tages wurden von der Polizei Vereinsfahnen beschlagnahmt und von den Personen, die sich schon damals für Übermenschen hielten, im Triumphzug zum Rathaus gebracht. Etwa zwanzig Beamte, die den neuen Letmather Machthabern nicht genehm waren, wurden aus dem Beamtendienst entfernt. Der bisherige Bürgermeister Pöggeler musste 1933 nach falschen Anschuldigungen seinen Posten abgeben. So wurde sein Platz für ein verdientes Parteimitglied frei.

    Am 08.09.1933 wurde der Hitlergruß eingeführt. Nicht nur die Schüler mussten das neue Hoheitszeichen, das Hakenkreuz, durch Heben der rechten Hand grüßen. Auch beim Singen bestimmter Lieder musste die rechte Hand erhoben werden.

    Marsch der SA 1933 auf der Hagener Straße

    Im April 1934 wurden Hitlerbilder eingeführt. Am 20. April mussten sie mit Kränzen geschmückt werden. Von diesem Zeitpunkt an mussten alle Gebäude am Geburtstag des „genialen Führers“ mit Fahnen geschmückt werden. Rektor Brinkmann von der Westschule wurde am 27.08.1934 seines Amtes enthoben. Er wurde Lehrer an der Ostschule. Lehrer Ringbeck, einziger Laien-Bezirkspräses der Kolpingfamilie, wurde, weil er dieses Amt nicht aufgeben wollte, nach Eickelborn strafversetzt. Sein Nachfolger wurde Lehrer Böhmer.

    Schon im August 1934 sollten die Kreuze und Lutherbilder aus den Jugendherbergen entfernt werden. In den Schulen wurden die kirchlichen Symbole vorerst über die Türen gehängt. Hinter das Lehrerpult musste das Bild des eingebürgerten Österreichers gehängt werden. Der hatte erst auf Antrag der Stadt Braunschweig die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Ab dem 22.06.1939 wurden dann mit der Einführung der Gemeinschaftsschule alle kirchlichen Symbole aus den Schulgebäuden entfernt.

    Etwa 1934 begannen einzelne Letmather Bürger damit, die Predigten in der Kilianskirche aufzuschreiben. Einzelne Geistliche wurden wegen ihrer Predigten und des Einflusses auf die Jugend zur Gestapo nach Dortmund bestellt. Dort machte man ihnen klar, wie sie sich in Zukunft zu verhalten hatten. Einigen Geistlichen wurde auch die Erlaubnis entzogen, Religionsunterricht an den Schulen zu erteilen.(...)

     

    Das NSDAP-Standesamt

    Auch das Letmather Standesamt musste im Auftrage des Reichsgesundheitsamtes Merkblätter für Eheschließende verteilen:

    Nachweis der Reinheit des Blutes (Rassenreinheit) ist durch Deine Geburtsurkunde und die Heiratsurkunde Deiner Eltern meist ausreichend zu erbringen. Über die Rassenzugehörigkeit und die Religion der Großeltern musst Du aber auch unterrichtet sein. Verlasse Dich im Zweifelsfalle nicht auf mündliche Aussagen und Meinungen, sondern beschaffe Dir genaue Unterlagen (Geburts- und Heiratsurkunden der Großeltern). Sei immer eingedenk der Verantwortung, die Du auch in dieser Beziehung Deinen Kindern und Deinem Volke gegenüber trägst.

    Unterrichte Deinen Verlobten oder Deine Verlobte von den Ermittlungen über die Rassenzugehörigkeit und das Ergebnis der ärztlichen und erbärztlichen Befragung.

    Das Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre vom 15. September 1935 sieht Zuchthausstrafen für eine Eheschließung zwischen Juden und Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes vor.

     

    Die Letmather Juden

    Auf dem ehemaligen großen Letmather Stadtgebiet lebten noch bis etwa Anfang 1939 zwei jüdische Familien. Es waren die Familien Meyberg und Koppel. Die Männer hatten im 1.Weltkrieg gedient und beide hohe Orden erhalten. Beide Familien waren Besitzer eines Textilgeschäftes und zählten zu den wohlhabenden Bürgern. Sie waren in die Letmather Bürgerschaft eingegliedert. Vor der Machtergreifung der Nazis saßen sie mit späteren Nazis regelmäßig am Stammtisch. Sie halfen vielen armen Bürgern der Stadt.

    Plünderung der Wohnung der Eheleute Meyberg durch die SA

    Die Familie Meyberg wohnte zuerst in dem Hause an der Hagener Straße, wo heute das Lebensmittelgeschäft Plus ist. In diesem Haus war auch das Textilgeschäft. Mein Informant erinnert sich noch besonders gerne an diese Familie. Zur Nikolauszeit stellte diese Familie immer einen Sack mit kleinen Tüten auf, die Leckereien enthielten. Diese Tüten wurden von Herrn Meyberg an die vorbeigehenden Kinder verteilt.
    Später zog die Familie in das Haus, in dem heute der Friseur Rittmeier seinen Friseursalon hat. Dort hatten sie in den unteren Räumen ihr Geschäft.
    Die Familie Koppel wohnte gegenüber der Gaststätte „Zum Scharfen Eck" (Steinschulte).Von dieser Familie berichtete ein Lehrer Folgendes: Ein katholischer Bischof mit Namen Gockel besuchte die Kirchengemeinde St. Kilian. Zur Begrüßung fertigte Koppel ein großes Transparent, auf dem geschrieben stand: „Der Jude Koppel begrüßt den Bischof Gockel". Aus diesem Bericht ist zu erkennen, dass es ein gutes Miteinander gegeben haben muss. Das Haus der Familie Koppel kaufte später der Friseur Deges.

    Als am 1.April 1933 von den Nationalsozialisten zu einem Boykott der jüdischen Geschäfte Ärzte- und Rechtsanwaltspraxen aufgerufen wurde, kauften zu Anfang noch viele Letmather weiter in beiden Geschäften. Unter den Käufern waren auch noch spätere Nazigrößen. Erst als Wachen aufgestellt wurden, die die Namen der Besucher der Geschäfte aufschreiben mussten bzw. sie am Betreten der Verkaufsräume hinderten, hielten sich auch die Letmather mit dem Einkauf zurück.

    Es war der 10. November 1938, als Hohenlimburger SA-Männer unter Leitung eines Akademikers mit einem dreirädrigen Kleintransporter in Letmathe eintrafen und bei beiden Familien die Möbel in den Wohnungen zerschlugen und aus den Fenstern warfen. Außerdem zerstörten sie die Fensterscheiben, nicht nur der Wohnungen, sondern auch der Geschäftsräume. Die in den Regalen liegenden Waren wurden zum Teil geplündert oder mit Messern zerstochen. Einige Letmather sahen bei dieser sinnlosen Zerstörungsorgie zu. Der Fotograf Fritz Ley machte ein Foto. Ihm nahm man damals den Apparat ab. Wie es ihm trotzdem gelang dieses Foto zu machen, bleibt sein Geheimnis.

    Die SA-Männer hatte man zuvor aus den Betrieben abkommandiert. Sie durften sich Vorschlaghämmer und sonstiges Werkzeug von den Firmen entleihen. Außerdem bekamen sie von den Betrieben die Ausfallstunden für das Zerstörungswerk noch bezahlt. Das wurde in einem Gerichtsprozess vor dem Schwurgericht beim Landgericht in Hagen im Jahre 1949 festgestellt, (vgl. Hermann Zabel, „Hohenlimburg unter dem Hakenkreuz" Seite 365.)

    Plünderung der Wohnung der Eheleute Meyberg durch die SA

    Ob Letmather SA-Männer auch in anderen Städten zu dem sinnlosen Zerstörungswerk eingesetzt waren, konnte mir keiner der von mir befragten Zeitzeugen, sagen, Frau Meyberg hat trotz des Leides, das man ihrer Familie zugefügt hatte, zerstochene Bekleidungsstücke und zerstochene Wäsche im Dunkeln zu armen Familien in Genna gebracht und an sie verschenkt,

    Ein weiterer Informant, der damals neun Jahre alt war, berichtete mir, dass Herr Koppel seinen Stresemann angezogen hatte. Er hatte das EK I und das EK II angelegt. Seine Hände waren von der Nazihorde mit einer Ziegenkette auf dem Rücken gefesselt, als er durch die Stadt bis zum Bahnhof geführt wurde. Dort wurden ihm die Fesseln abgenommen. Nun musste er die Möbel, die man bei Meybergs aus dem Fenster geworfen hatte, von der Straße räumen. Viele Kinder waren bis zur Brücke mitgegangen. Als mein Informant nach Hause kam und das Erlebte seinen Eltern erzählte, bekam er wegen des Erzählens von falschen Geschichten Hausarrest. Seine Eltern hatten bis zu diesem Zeitpunkt von der Zerstörungsorgie noch nichts mitbekommen. Nachdem sie aber von der Schandtat gehört hatten, wurde der Hausarrest wieder aufgehoben.

    Der Sohn der Familie Meyberg soll bereits vor dem Krieg nach Südamerika ausgewandert sein. Auch die zwei Söhne der Familie Koppel sollen bereits vor der Machtergreifung von ihren Eltern nach Amerika zum Studium geschickt worden sein.

    Anmerkungen des Webmasters:
    Im Jahr 1939 verließen die Letmather Juden ihre Heimatstadt. Der Kaufmann Julius Koppel zog nach Köln und verstarb dort kurze Zeit später. Julius und Cäcilie Meyberg fanden kurzzeitig eine neue Heimat in Iserlohn. Im Oktober 1941 wurden sie, wie alle Iserlohner Juden, in das Haus Kluse 18 zwangseingewiesen. Hier nahmen die Deportationen der Juden aus Iserlohn in die Konzentrations- und Vernichtungslager der Nazis ihren Anfang. Julius Meyberg und seine Frau Cäcilie geborene Stern wurden am 30. Juli 1942 von Dortmund aus mit dem Transport X/1 in das KZ Theresienstadt deportiert. Ihr Aufenthalt in Terezin (tschechischer Name für Theresienstadt) war nur von kurzer Dauer. Laut dem „Theresienstädter Gedenkbuch“ brachte man das Ehepaar Meyberg und fast 2000 weitere Menschen am 23. September 1942 mit dem Transport Bq in das 80 Kilometer nordöstlich von Warschau gelegene Vernichtungslager Treblinka. Das Lager Treblinka war neben Belzec und Sobibor eines der Todeslager der „Aktion Reinhardt“, die die Nationalsozialisten zur systematischen Tötung aller Juden des Generalgouvernements (vom Deutschen Reich besetzte Teile Polens, die nicht dem Reichsgebiet zugeordnet waren) vorgesehen hatten. Die ersten Transporte mit Juden aus dem Warschauer Ghetto erreichten Treblinka im Juli 1942. Es folgten weitere Transporte aus den Gebieten des Generalgouvernements und Theresienstadt sowie ab März 1943 aus Griechenland. Das deutsche Lagerpersonal bestand aus SS-Männern des „SS-Sonderkommandos Treblinka“. Trawnikis, nach ihrem Ausbildungslager benannte sowjetische Kriegsgefangene, die sich mehr oder weniger freiwillig von der SS dienstverpflichten ließen, bewachten das Lager. Die SS-Männer nahmen ihren Opfern nach ihrer Ankunft in Treblinka das Gepäck und die letzten Wertgegenstände ab, zwangen sie sich zu entkleiden und trieben sie in die als Duschräume getarnten Gaskammern. Der Tod der Menschen wurde mittels von Verbrennungsmotoren erzeugter giftiger Abgase (Kohlenmonoxid) herbeigeführt. Im Vernichtungslager Treblinka wurden in dem Zeitraum von Juli 1942 bis August 1943 über 900.000 Juden aus ganz Europa sowie einige Tausend Sinti und Roma getötet. Julius und Cäcilie Meyberg waren zum Zeitpunkt ihrer Ermordung im September 1942 durch die vom menschenverachtenden Rassenwahn geprägte nationalsozialistische Gewaltherrschaft 67 bzw. 66 Jahre alt.

    Aktion Stolpersteine
    Der Künstler Gunter Demnig erinnert mit der Aktion Stolpersteine an die zahlreichen Opfer des Nationalsozialismus. Drei dieser Stolpersteine, die aus einem Betonstein und einer mit den Daten der Opfer versehenen Messingplatte bestehen, verlegte Gunter Demnig am 29. Oktober 2009 in Letmathe. Die vor dem Haus Bahnhofstraße 2 in den Bürgersteig eingelassenen Stolpersteine weisen auf den letzten frei gewählten Wohnort der Eheleute Julius und Cäcilie Meyberg hin. Der dritte Gedenkstein befindet sich vor dem Haus Hagener Straße 58 (ehemals Adolf-Hitler-Straße 58) und erinnert an das Schicksal des Kaufmanns Julius Koppel.

     

    Es ist Krieg

    Am 27. August 1939 wird im Deutschen Reich die Bezugsscheinpflicht eingeführt. Nährmittel, Heizmaterial und Kleidung können nur noch gegen Berechtigungsschein eingekauft werden. Ab 4. September 1939 wird ein Kriegswirtschaftsgesetz verabschiedet. Es regelt die Handhabungen für die Zwangsbewirtschaftungen und zusätzliche Kriegssteuern. Die Benzinversorgung wird mit Bezugsscheinen geregelt. Private Kraftfahrzeuge dürfen nur noch in Ausnahmefällen benutzt werden. Die Fahrzeuge müssen dann besonders kenntlich gemacht werden.

    Deutsche Wehrmacht auf der Hagener Straße

    Ab 21. September 1939 kann ein normaler Bürger nur noch Waren gegen die Abgabe von Lebensmittelmarken bzw. Bezugsscheinen in den Geschäften bekommen. Die Menschen in Deutschland merken durch die Einschränkungen, auch fern von den Kampfgebieten, dass Krieg ist. Schon am 20. November 1939 wird anstelle der Bezugsscheine eine Kleiderkarte für den Bezug von Textilien nach einem Punktesystem eingeführt.

    Mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Heute ist bekannt, dass die für den Einmarsch angegebenen Gründe erfunden waren. Auch in Letmathe-Oestrich waren schon viele junge Männer zu den verschiedensten Waffengattungen eingezogen worden.

    Der Polenfeldzug ging aber schnell zu Ende. Am 6. Oktober 1939 teilte Hitler in einer Reichstagsrede mit, dass bis zum 30. September beim Feldzug gegen Polen 10.572 deutsche Soldaten gefallen, 30.322 verwundet waren und 3.409 vermisst wurden. Durch die Kapitulation Polens am 27.September war der Feldzug schon beendet.

    Trotz dieser schrecklichen Zahlen meldeten sich auch weiterhin, auch in unserer Stadt, viele freiwillig um an den weiteren Siegen Anteil zu haben.(...)

     

    Arbeitszwangsverpflichtete Tschechen und Slowaken

    Neben dem Bahnübergang zwischen Marks & Comp. und Schütte & Meyer standen früher auf der Seite zur Lenne hin ein Stellwerk und eine Baracke. In dieser Baracke waren Tschechen und Slowaken untergebracht. Dies waren keine Kriegsgefangenen. Es waren junge Männer, meistens Abiturienten, die gerade das Gymnasium verlassen hatten. Die hatte man in ihrer Heimat gefangen (so erfuhr ich 1966 in der CSSR, in Deutschland sagte man angeworben) und sie arbeitszwangsverpflichtet. Sie waren fast alle bei der Reichsbahn beschäftigt. Sie arbeiteten dort in der Verwaltung, am Fahrkartenschalter, als Rangierer usw.. Sie konnten sich frei bewegen. An der Westseite der Baracke war die Küche. Hier wurde in einem großen Kessel das Essen für sie gekocht.(...)

     

    Gefangenenlager der Franzosen

    Das erste Lager für die gefangenen Franzosen war unterhalb der roten Halde in Stenglingsen. Dieses Lager sollte nun mit Russen belegt werden. Die sollten in den Steinbrüchen der Kalkwerke arbeiten. Deshalb wurde auf dem Kalkwerkegelände oberhalb der Firma Marks & Comp., dort wo bisher eine Vierlingsflakstellung war, ein neues Barackenlager für die Franzosen gebaut.

    Im unteren Teil des stillgelegten Steinbruches hatte man eine Baracke für die französischen Offiziere und eine Küche mit Versorgungsräumen für alle Franzosen des Lagers erbaut. Auf dem Berg stand oben rechts neben der Zufahrt zum Lager eine Baracke mit Waschraum und Toiletten. Eine Baracke stand gegenüber der Sanitäranlage, am vorderen Ende, nach hinten zum Steinbruch. Diese Baracke wurde von den deutschen Bewachern bewohnt. Es standen noch sechs weitere Baracken auf dem Gelände. Das Lager war mit einem Stacheldrahtzaun eingezäunt. Die Franzosen arbeiteten überwiegend in den Letmather Industriebetrieben bei Döhner, Rump, Schütte & Meyer, Marks & Comp. und bei Gebr. Vieler.(...)

     

    Gefangenenlager der Italiener

    Etwa ab Ende 1943/ Anfang 1944, nachdem die Italiener das Bündnis mit Deutschland aufgekündigt hatten, wurden auch viele Italiener gefangen genommen. Einige davon waren in Letmathe in einem Gebäude auf dem heutigen Bakelitegelände untergebracht. Sie mussten in dem dort damals ansässigen chemischen Betrieb Voos arbeiten. Auch sie wurden nur schlecht verpflegt, überwiegend mit Kohlsuppe.(...)

     

    Gefangenenlager der Ukrainer

    An der heutigen Brückenstraße in Genna standen rechts vor der Eisenbahnfußgängerbrücke zwei Fachwerkgebäude aus halbsteinigen Ziegelsteinen. Das Gelände war mit einem hohen Zaun eingezäunt. Von der Brückenstraße her ging man durch ein schmales Tor auf das Gelände. In den Gebäuden waren gefangene Ukrainer. Sie mussten wie die anderen russischen Gefangenen anderer Lager an der Reichsbahn arbeiten. Das Essen für sie wurde im Hotel Geisler gekocht. Ob sie nach dem Krieg alle wieder in ihre Heimat gingen, ist nicht bekannt. (lt. Heinrich Laurenzis-Fischer).

    Am 08. Januar 2004 erfuhr ich von Friedhelm Tripp, der früher in der Grüne wohnte, dass ein weiteres großes Lager mit Ukrainern auf dem ehemaligen Sportplatz in der Untergrüne war. Auf diesem Sportplatz wurden in der Zeit vor dem Krieg neben den anderen Sportarten auch die Reichsjugendwettkämpfe der Jugend des heimischen Raumes ausgetragen. Etwa 1942 begann man damit, Baracken auf dem Platz zu errichten. In diesen Baracken wurden die in Deutschland als Fremdarbeiter bezeichneten Ukrainer untergebracht. Die meisten dieser Männer und Frauen waren jedoch einfach auf den Straßen der Städte in der Ukraine gefangen worden. Sie wurden dann nach Deutschland verschleppt. (Das wurde uns bei einer Reise 2003 durch die Ukraine berichtet).

    Es handelte sich hierbei überwiegend um junge Menschen. Auf der Kleidung hatten sie auf dem Rücken das Wort „Ost" stehen. Ein Teil von ihnen wurde in der Landwirtschaft beschäftigt. Sie mussten dort die deutschen Landarbeiter ersetzen, die im Heer ihren Dienst verrichteten. Die meisten von ihnen wurden jedoch in den Betrieben in der Grüne und in Iserlohn eingesetzt. Denn auch die Industriebetriebe litten unter Arbeitermangel. So arbeiteten bei Röttgers in der Grüne und bei Schlieper viele dieser Verschleppten an den dortigen Kettenschweißmaschinen. Aber auch an anderen Maschinen wurden sie manchmal mit Deutschen zusammen eingesetzt. Ein Teil der jungen Frauen musste bei den Bauern und bei Familien als Hausgehilfinnen arbeiten.

    Die Lagerinsassen wurden nur schwach bewacht und konnten sich nach der Erinnerung von Friedhelm Tripp fast frei bewegen. Über die Anzahl der dort im Lager Wohnenden und wie viele Baracken auf dem Sportplatz standen, konnte er keine Angaben machen.

     

    Gefangenenlager der Russen

    In Letmathe gab es mehrere Lager; in denen russische Soldaten unter sehr schlechten Bedingungen lebten. Eines dieser Lager befand sich auf der „roten Halde". Damit war die ehemalige Zinkhalde in Stenglingsen gemeint. Heute befindet sich auf dem Gelände eine Deponie der Firma Lobbe.

    In diesem Lager waren zunächst französische Gefangene untergebracht. Sie wurden in das neu erbaute Lager oberhalb der Firma Marks verlegt. Dann kamen russische Soldaten in das Lager. Die meisten von ihnen mussten in den Steinbrüchen und an den Öfen der Kalkwerke schwere Arbeiten verrichten. Das Essen für sie wurde in dem Ledigenheim geholt, das an der linken Seite der B236 in Richtung Nachrodt war. Das Essen war sehr schlecht. Von Bauer Laurenzis-Fischer aus Genna wurde das Essen einmal täglich mit einer Pferdekarre vom Heim zum Gefangenenlager gefahren. Manche der dort beschäftigten Deutschen sollen aber, soweit sie es konnten, den Russen manchmal ein Butterbrot geschenkt haben. Die Aufseher sollen die Russen jedoch brutal behandelt und oft mit dem Gewehrkolben zugeschlagen haben.

    Josef Wilke, der damals an der Langen Rute gegenüber den Kalkwerken wohnte, hat im Winter bei Schnee oft seinen Schlitten zur Verfügung gestellt, damit die erschöpften oder zusammengeprügelten Russen von ihren Mitgefangenen zum Lager gebracht werden konnten.

    Ca. 1944 wurden die Russen in das berüchtigte Stalag-Lager nach Hemer verlegt. In das freie Lager kamen nun Amerikaner und Engländer. Sie bekamen eine bessere Lebensmittelversorgung. (Der Bericht über dieses Lager wurde nach fast gleich lautenden Aussagen von Heinrich Laurenzis-Fischer (Jahrgang 1930) und Josef Wilke (Jahrgang 1932) am 07.02.2003 von mir zusammengestellt).

    Auf dem Hof des Bauunternehmers Heinrich Göke waren auch Russen unter ganz schlechten räumlichen Bedingungen untergebracht. Es waren die Russen, die in der Eisenbahnrotte des Bauunternehmers arbeiten mussten. (vgl. bei der Reichsbahn S. 80).

    Seit Beginn des Krieges am 22. Juni 1941 wurden von der deutschen Wehrmacht, 5,7 Millionen russische Soldaten gefangen genommen. 2 Millionen von ihnen starben in den deutschen Gefangenenlagern. Ob die wenigen Nahrungsmittel, die vom Staat für die Versorgung der Gefangenen zur Verfügung gestellt wurden, auch immer für deren Versorgung verwendet wurden, ist nach den Beobachtungen zu bezweifeln. Besonders die Lager der Russen waren von der Mangelversorgung betroffen.

     

    Die Bombenangriffe auf Letmathe-Oestrich und die Umgebung

    Die ersten Sprengbomben wurden bereits Anfang 1940 abgeworfen. Sie fielen in den Steinbruch, der westlich neben der Helmke liegt. Schaden verursachten sie kaum. In der gleichen Nacht gingen die Jungen der Helmke noch auf Splittersuche (lt. Willi Dicke, Jahrgang 1930, der damals in der Helmke wohnte).

    In der Nacht zum 23. August 1940 gegen 3.50 Uhr früh, wurden Spreng- und Brandbomben nördlich von Oestrich abgeworfen, die in der Gegend von Heimberg zur Wilhelmshöhe fielen. Schaden wurde nicht verursacht.

    In der Nacht zum 07. September 1940 warfen englische Flugzeuge Brandplättchen ab, und zwar in der Richtung Vodeke-Lührenbach. Die Plättchen flammten nach kurzer Zeit auf, ohne Schaden anzurichten.

    Am 15. September 1940 ist von einem britischen „Mosquito"-Mehrzweckflugzeug eine Bombe abgeworfen worden. Sie fiel in die Nähe des Weges, der vom Ahm zur Wirtschaft „Zur Lennemühle" an der Oeger Straße führte, richtete aber keinen Schaden an. (Mir bekannter Informant).

    Am 14. März 1941 fielen im Bereich der Lärchen in der Nähe der Wirtschaft „Hubertushöhe"(Mickenbecker) gleich zu Anfang des Krieges Bomben ohne Schaden anzurichten. (lt. Heinrich Laurenzis-Fischer).

    Die ausgebrannte katholische Kirche in Oestrich

    Am 14. Juni 1941 wurden bei einem Angriff Bomben in der Obergrüne am Brandkopf abgeworfen. Schaden entstand jedoch nicht, (vgl. Krumme und „Iserlohn unter Union Jack" am 13).

    Am 07. September 1941 wurden in Letmathe Brandbomben abgeworfen. Es entstand nur Sachschaden, (lt. Tagebuch Krumme). Im Buch, „950 Jahre Letmathe", herausgegeben von den Letmather Nachrichten, steht auf Seite 84:

    Erstmals wird auch Letmathe von den Luftangriffen feindlicher Bomber betroffen. In der Nacht zum 7. September werden 2 Sprengbomben und 150 Brandbomben abgeworfen. Dabei erhält das Marienhospital vier Treffer von Brandbomben, während 7 weitere Brandbomben Zimmerbrände auslösen. Eine Sprengbombe fällt ins freie Feld, die Zweite in einen Garten an der Bachstraße. Im weiteren Verlauf wird unsere Gegend wiederholt von Fliegerangriffen betroffen, in der Folge sind jedoch nur die Schlimmsten verzeichnet.

    In der Nacht zum 07. April 1942 fielen in Grürmannsheide mehrere 18-Zentner-Luftminen, wovon je eine bei den Gehöften Breer und Holzrichter im Acker niederging, zwei kamen im Korbeslühr herab. Fensterscheiben und Dächer waren im weiten Umkreis stark beschädigt. Vor dem Hause Tubbesing lag ein Blindgänger, der aber am gleichen Tage noch entschärft und abgeholt wurde.

    Am Abend des 10. April 1942 warfen Flieger Brandbomben über Oestrich in großer Zahl ab. Einige Häuser wurden getroffen; die Brände konnten von den Bewohnern gelöscht werden. Als stärkerer Rauch aufstieg, wurde durch eine Streife der Feuerwehr festgestellt, dass die katholische Kirche brannte. Brandbomben hatten das Kuppeldach an der Westseite durchschlagen und gezündet. Das Feuer ergriff den ganzen Dachstuhl, so dass die Kirche ausbrannte. Bis zur Wiederherstellung der Kirche ist der Gottesdienst in der evangelischen Kirche abgehalten worden.(...)

    (...) Der letzte größere Abwurf war am 12. März 1945. Gegen 11.45 Uhr fielen etwa 200 Sprengbomben im Teppichwurf auf dem Hopey und auf Langeroh, nördlich Letmathe-Oestrich. Außer Dachschäden, zerbrochenen Fensterscheiben und Flurschäden war größeres Unheil nicht entstanden.(...)

     

    Eine sinnlose Zerstörung

    Um den Vormarsch der Amerikaner zu behindern, wurde am 14. April 1945 der Wahnsinnsbefehl, der Tage zuvor von wirklich verantwortungslosen Offizieren der Wehrmacht erteilt worden war, ausgeführt und die Steinbrücke in Letmathe und die Eisenbahnbrücke nach Hohenlimburg gesprengt. Auch die Holzbrücke und die Brücke zur Akku sollten gesprengt werden.

    Die Bahnhofsbrücke wurde am 14. April 1945 von der deutschen Wehrmacht gesprengt.

    Heinrich Laurenzis-Fischer sagte mir hierzu, dass ein Soldat höheren Ranges immer zwischen Steinbrücke und Holzbrücke hin und her gegangen sei. Sein Vater habe sich mit diesem Soldaten unterhalten. Er habe gesagt, seine Aufgabe sei es die Brücken zu sprengen. Daraufhin habe sein Vater zu dem Offizier gesagt: „Dann lass dich hier aber nicht mehr sehen!" Darauf habe der Soldat gesagt: „Ich will nicht in den letzten Tagen vor Kriegsende erschossen werden, denn mein Leben ist mir mehr wert als eure Brücken.".(...)

    Die Holzbrücke wurde nicht gesprengt. Heinrich Laurenzis-Fischer hat am 15. April von seinem Obsthof aus beobachtet, wie ein Amerikaner mit einem Gewehr, auf dass ein Bajonett aufgesteckt war, die Zündschnüre durchtrennt hat. Die Sprengladungen hingen dann noch einige Tage an den Brückenpfeilern. Wer sie entfernt, hat ist nicht bekannt. Auch die Brücke zur Akku wurde nicht gesprengt.

    Damit die Menschen, die zum Bahnhof oder zur Arbeitsstelle nach Genna mussten, die Lenne auch trockenen Fußes überqueren konnten, wurde unterhalb der zerstörten Brücke bereits 1945 ein ca. zwei Meter breiter Notsteg gebaut.

    Vom Honsel her rückten am Sonntag, dem 15.April 1945, die Amerikaner nach Genna ein. Die Lenne war für eine Nacht die Grenze, denn die Stadt jenseits der Lenne wurde erst am 16.April 1945 von einer anderen amerikanischen Einheit, die von einem anderen General befehligt wurde, besetzt.(...)

    Am 15. April wurde auch der Kiliansdom von der Südseite her, neben dem Kirchturm von Granaten getroffen. Ob es noch Warn- oder schon Freudenschüsse waren, wer weiß es? Es ging jedenfalls eine Weissagung in Erfüllung. Der in der Kiliansgemeinde von 1870 bis 1902 als Kaplan tätige Josef Vogelsang hatte vorausgesagt, dass der Krieg erst zu Ende ist, wenn die Kilianskirche von der Südseite her am Turm an der rechten Seite getroffen wird. Jedenfalls waren es die letzten Schüsse, die im Rahmen des Kriegsgeschehens auf Letmather Gebiet abgefeuert wurden.(...)

     

    Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

     

    Anmerkungen des Webmasters:

    Barackenlager der französischen Zwangsarbeiter

    Am 18. Juni 2006 erhielt ich eine E-Mail von Claude Balbin aus Frankreich. Herr Balbin hatte die Auszüge aus dem Buch "Letmather Bürger erinnern sich an die Zeit von 1930 bis 1945" von Alois Grusemann auf dieser Internetseite gelesen. Besonders der Auszug über die Gefangenenlager der Franzosen hatte sein Interesse geweckt. In der E-Mail schrieb Herr Balbin, dass sein Vater Maxime Balbin von 1943-1945 als Zwangsarbeiter bei der Firma Döhner (heute Woolworth/Kaufpark) arbeiten musste. In einer weiteren E-Mail übermittelte mir Herr Balbin zwei Fotos. Auf einem Foto sieht man die Baracken auf dem Abraumgelände der Rheinisch-Westfälischen Kalkwerke, in denen die Franzosen während des Krieges in Letmathe untergebracht waren. Auf dem zweiten Foto sind die französischen Zwangsarbeiter, die in verschiedenen Letmather Firmen arbeiten mussten, abgebildet.

    Alois Grusemann hat die Baracken wiedererkannt. Sie befanden sich seinen Angaben nach hinter den Werkswohnungen der Firma Marks, in denen er damals als Kind wohnte. Alois Grusemann berichtete mir von den guten Erfahrungen, die er als Kind mit den französischen Gefangenen gemacht hatte. So sei ihm sein erstes Stück Schokolade von einem französischen Kriegsgefangenen geschenkt worden. Seinen Eltern sei bei der Arbeit auf einem gepachteten Feld von französischen Gefangenen geholfen worden, die für ihre Arbeit mit Lebensmittel entlohnt wurden. Kontakte zwischen Kriegsgefangenen, Fremdarbeitern und der deutschen Bevölkerung waren von den Nazis streng verboten.

    Später erhielt ich noch folgende Informationen von Claude Balbin über die Zeit seines Vaters als Zwangsarbeiter in Deutschland: Maxime Balbin stammte aus der Stadt Dreux im Département Eure-et-Loir etwa 80 km westlich von Paris. Dort arbeitete er in einer Brauerei. Als während der Kriegsjahre 1942 und 1943 immer mehr Arbeitskräfte benötigt wurden, um die deutsche Kriegswirtschaft in Gang zu halten, führte das Vichy-Regime, dem formal ganz Frankreich unterstand, auf Druck der deutschen Besatzer den Service du Travail obligatoire en Allemagne (STO) ein. Im Rahmen des STO wurden Hunderttausende Franzosen zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert. Einer von ihnen war Maxime Balbin. Im Februar 1943 kam er in Letmathe an. Maxime Balbin war mit anderen französischen Zwangsarbeitern in Baracken in einem Steinbruch in Genna untergebracht. Er musste bei der Firma Döhner arbeiten. Die Arbeitsbedingungen waren hart und die Ernährung schlecht. Als die Amerikaner im April 1945 Letmathe besetzten, wurde Maxime Balbin befreit. Seine Heimreise organisierte das Rote Kreuz.
     

     

    Französische Zwangsarbeiter

     
     
     
     

    Bescheinigung der Firma Döhner für Maxime Balbin

     

     

     

    Ebenso zu erwähnen ist der Gästebucheintrag von Walter Hoffmann aus Bonn vom 9. April 2006. Herr Hoffmann bezieht sich hier auf die Schlägereien zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten in Letmathe, die Alois Grusemann in seinem Buch beschreibt. Herr Hoffmann berichtet, dass sein Großvater Wilhelm Hoffmann, der zu jener Zeit in der Gartenstr. 20 in Letmathe wohnte, einer der Kommunisten war, die sich Schlägereien mit der SA geliefert hatten. Wilhelm Hoffmann wurde am 1. Sept. 1938 verhaftet und nach Hagen gebracht. Von Hagen aus transportierte man ihn ins KZ Buchenwald. Wilhelm Hoffmann starb am 16. März 1944 als politischer Häftling auf dem Transport ins KZ Neuengamme.

    Wir danken Herrn Claude Balbin sowie Herrn Walter Hoffmann für ihre Informationen über die Geschehnisse in unserer Heimatstadt während der Nazidiktatur, die uns helfen, uns unserer historischen Verantwortung zu stellen.

     

     


     


    Copyright
    © 2004-2011 ces multimedia
    Fragen und Anregungen richten Sie bitte an den Webmaster. Alle Angaben ohne Gewähr!