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    Iserlohn

     


    Iserlohn ist eine Stadt mit etwa 100.000 Einwohnern in Nordrhein-Westfalen. Die heutige Stadt Iserlohn wurde am 1. Januar 1975 im Rahmen der kommunalen Neuordnung aus den Städten Iserlohn und Letmathe, den Gemeinden Hennen, Kesbern und Sümmern sowie aus Teilen der Stadt Hemer gebildet. Zugleich wurde Iserlohn in den neu gebildeten Märkischen Kreis mit der Kreisstadt Lüdenscheid eingegliedert. Verwaltungstechnisch gehört Iserlohn zum Regierungsbezirk Arnsberg. Auf Grund seiner Lage inmitten von Wäldern wird Iserlohn auch als Waldstadt bezeichnet.
     
      Wappen der Stadt Iserlohn Wappen der Stadt Iserlohn

     

    Geschichte

    Stadtrechte
    Iserlohn wurde im Jahr 1150 als Lon zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Graf Eberhard von der Mark bestätigt 1278 die Stadtrechte.

    Handwerkliche und industrielle Entwicklung
    Iserlohn machte vor allem aufgrund seiner handwerklichen und industriellen Entwicklung von sich reden. So wurde hier im Mittelalter Drahtzieherei betrieben. Im 17. Jahrhundert wurde mit der Herstellung von Nadeln begonnen. Mitte des 18. Jahrhunderts folgte die Produktion von Tabakdosen.

    Dreißigjähriger Krieg
    Der kaiserliche Heerführer von Bönninghausen bezog im Dezember 1633 mitten im Dreißigjährigen Krieg sein Hauptquartier vor den Toren der Stadt Iserlohn. Er ließ den Iserlohner Bürgermeister Heinrich Duisberg in sein Lager bitten. Während der Unterredung kam es zum Streit. Duisberg griff zum Degen und wurde daraufhin von einem Soldaten Bönninghausens erschlagen. Der 1598 in Apricke (Hemer) geborene Lothar Dietrich von Bönninghausen gestattete seinen Soldaten eine dreistündige Plünderung Iserlohns. Zusätzlich mussten die Bürger eine Strafe von 80 Pfund Silber zahlen.

    Iserlohner Revolution
    Der als "Iserlohner Revolution" bezeichnete Aufstand, der sich gegen die Politik
    des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. richtete, begann im Mai 1849 mit der Erstürmung des Zeughauses. Die Stadt Iserlohn, damals noch mit mittelalterlichen Mauerringen und Toren befestigt, wurde von den Aufständischen für die militärische Verteidigung vorbereitet. Die Barrikaden blieben jedoch unbesetzt, als preußische Truppen am 17. Mai 1849 die Stadt einnahmen. Erst als ein tödlicher Schuss auf einen preußischen Offizier abgegeben wurde, kam es zum Kampf und zur blutigen Niederschlagung des Aufstandes.

    Zweiter Weltkrieg
    Aus der jüngeren Geschichte ist zu erwähnen, dass Iserlohn am 16. April 1945 vor den Amerikanern kapitulierte und so von der drohenden Zerstörung verschont blieb.

    Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges überquerten am 7. März 1945 die 9. US-Armee bei Remagen und am 23. März 1945 britische, kanadische und US-amerikanische Truppen im Raum Wesel-Dinslaken den Rhein. Am 1. April 1945 trafen die 1. und 9. US-Armee bei Lippstadt zusammen und vollzogen so die Einkesselung des Ruhrgebiets und Teilen Westfalens. Im Ruhrkessel befanden sich ca. 350.000 Soldaten der Heeresgruppe B unter Führung des Generalfeldmarschalls Walter Model. Ein schneller Vorstoß der 86. US-Infanterie-Division am 14. April 1945 auf die Ruhr zu spaltete den Ruhrkessel. Der Großraum Iserlohn bildete den östlichen Teil des Ruhrkessels. Hier standen neben der 116. Panzerdivision und zahlreichen versprengten Truppenteilen die J
    agdtigerabteilung 512 unter dem Befehl des Hauptmanns Albert Ernst. Der Jagdtiger galt als eine der Wunderwaffen der Nazis, mit deren Hilfe Adolf Hitler seine Armeen, trotz der aussichtslosen Lage, zum Endsieg führen wollte. Der überzeugte Soldat und Ritterkreuzträger Albert Ernst, den man den "Tiger von Wizebsk“ nannte, weil er in Kämpfen bei Wizebsk (Wizebsk ist eine Stadt in Weißrussland nahe der Grenze zu Russland) an einem Tag vierzehn russische Panzer abgeschossen haben soll, hat nach seiner Aussage auf eigene Initiative hin Verhandlungen mit amerikanischen Einheiten aufgenommen, um dem Feind die Stadt Iserlohn kampflos zu übergeben. Anderen Berichten zur Folge hatte eine Gruppe Iserlohner Bürger um den Polizeimajor Otto Perl ihn zu Aufgabe überreden müssen. Einen Tag zuvor am 15. April hatte der Kommandant des LIII. Korps Generalleutnant Fritz Bayerlein als Verantwortlicher für den östlichen Ruhrkessel kapituliert. General Büchs, Kampfkommandant von Iserlohn, erhielt den Befehl Iserlohn nicht zu verteidigen. Eine weitere Kapitulation wäre nicht nötig gewesen. Trotz der Millionen Toten des Krieges und der unvorstellbaren Leiden der Zivilbevölkerung, der Flüchtlinge, Soldaten, Kriegsgefangenen, Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen hielt der Hauptmann Albert Ernst es für wichtig, sich den amerikanischen Truppen öffentlich und in Ehren zu ergeben. Die Kapitulation fand am 16. April 1945 auf dem Schillerplatz statt und beendete den Zweiten Weltkrieg für Iserlohn.

    Wirtschaft

    Wichtigste Wirtschaftszweige in Iserlohn sind die Metallindustrie, die Metall verarbeitende Industrie und der Maschinenbau.

    Politik
    Am 12. September 1999 wählten die Iserlohner Bürger und Bürgerinnen Klaus Müller (CDU) zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Iserlohn. Bei den Kommunalwahlen am 26. September 2004 wurde Klaus Müller (CDU) mit 50,5 % der Stimmen in seinem Amt bestätigt. Als ehrenamtliche stellvertretende Bürgermeister wurden Renate Brunswicker (CDU), Michael Scheffler (SPD) und Horst Fiesel (CDU) gewählt.


    Ergebnis der Kommunalwahlen 2004
    .
    CDU SPD Bündnis 90/
    Die Grünen
      F.D.P UWG
    45,2 % 33,7 % 7,6 % 7,5 % 5,8 %

     

    Sitzverteilung im Rat der Stadt Iserlohn (54 Sitze)
    .
    CDU SPD Bündnis 90/
    Die Grünen
      F.D.P UWG
    25 Sitze 18 Sitze 4 Sitze 4 Sitze 3 Sitze

          Die nächsten Kommunalwahlen finden am 20. Oktober 2009 statt.
     

     

    Stadt Iserlohn

    Internet: www.iserlohn.de
     

      Rathaus
    Schillerplatz 7
    58636 Iserlohn
    Tel.: 02371/217-0
    Fax: 02371/217-2990
    E-Mail: info@iserlohn.de
    Bürgerservice Letmathe
    Von-der-Kuhlen-Str. 14
    58642 Iserlohn
    Tel.: 02374/930950
    Fax: 02374/930965
    E-Mail: letmathe@iserlohn.de
     


    Öffnungszeiten Bürgerservice (Bürgerbüro) Letmathe und Standesamt 
    Montag - Mittwoch 8.00 - 12.30 Uhr
    Donnerstag 8.00 - 18.00 Uhr
    Freitag 8.00 - 12.30 Uhr
    und nach Terminabsprache
     

     










     

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